Die Thank-you-Page ist im Inbound Marketing wichtig

Thomas Weigl - Freitag, 10.6.2016
Geschätzte Lesezeit: 4 min

Erinnern wir uns heute an den unsterblichen Udo Jürgens. Der hat es nämlich vorgemacht. Und war damit 2005 sogar in den Charts. Worum geht’s? Ums Dankesagen! Um nun galant die Kurve in die Marketingwelt einzuschlagen – die Thank-you-Page bekommt zu wenig Aufmerksamkeit. Ein Plädoyer für ein kleines Wort mit großer Wirkung.

Thank You Page

Auch wenn’s schön wäre, aber nicht jeder Lead ist schon mit großen, unaufhaltbaren Schritten unterwegs zum Kundenstatus. Eine Thank-you-Page ist ein charmantes Vehikel, um den Lead auf seiner Buyer’s Journey zu chauffieren. Schauen wir uns deshalb gemeinsam die fünf wichtigsten Gründe an, warum Sie die Thank-you-Page unbedingt in Ihre Inbound-Marketing-Strategie integrieren sollten:

1. Vertrauen aufbauen

Ihre Thank-you-Page bietet einen großartigen Rahmen, um wohlmeinende Stimmen anderer zu platzieren. Auf dieser Seite können Sie durch Zitate belegen, warum Sie ein vertrauenswürdiger und zuverlässiger Anbieter sind. Aber auch die blumigsten Worte wirken nur, wenn sie inhaltlich zu dem Angebot passen, auf das sich die Thank-you-Page bezieht. Je konkreter und passgenauer eine Kundenstimme ist, desto besser. Auch wenn Sie dank Ihrer Brillanz in der glücklichen Lage sind, aus einem dicken Katalog an Befürworterzitaten auszuwählen, beschränken Sie sich auf maximal fünf präsentierte Zitate pro Page.

Vertrauen bauen Sie auch auf, wenn Sie Ihre Fans nicht (negativ) überraschen. Teilen Sie deshalb auf der Thank-you-Page mit, wie es nun von Ihrer Seite aus weitergeht. Werden Sie umgehend eine E-Mail senden? Einen Telefontermin vorschlagen? Infomaterial schicken? Wer auch in dieser Hinsicht offen kommuniziert, beugt Verwirrung und Vergrämung vor. Diese Infos können Sie übrigens auch im Format eines Videos präsentieren – eine weitere großartige Möglichkeit, sich selbst und Ihrem Unternehmen ein Gesicht zu geben. Dass Sie die angekündigten Schritte dann auch zeitnah durchführen müssen, um verlässlich zu wirken, versteht sich von selbst.

2. Leads mehr über Ihre Angebote lernen lassen

Wenn ein Lead bis zu Ihrer Thank-you-Page vorgedrungen ist, heißt es, dass Sie etwas im Angebot (an Inhalten) haben, das ihn interessiert. Was könnten Sie ihm überdies anbieten, das von großem Mehrwert und Nutzen ist? Zeigen Sie ihm Links zu Blogposts oder andere Seiten Ihrer Unternehmenspräsenz, die dem Lead noch mehr relevante Facetten, Dienstleistungen oder Produkte Ihres Unternehmens aufzeigen. Auch diese Angebote sollten Sie an die Bedürfnisse Ihrer Buyer Personas und deren Position im Verkaufszyklus anpassen.

Wenn Sie sehr spezialisierte Produkte einer kleinen Nische anbieten, dann können Sie Ihre Thank-you-Page fantastisch dazu nutzen interessantes Wissen über Ihre Produkte zu teilen. Weil Ihr Lead gerade ein Formular ausgefüllt hat, ist Ihnen dessen Aufmerksamkeit sicher.

3. Kontaktmöglichkeiten anbieten

Wer auf einer Ihrer Thank-you-Pages landet, hat Interesse an Ihnen, Ihren Themen und Ihrem Angebot bekundet. Die Chancen stehen also nicht schlecht, dass der neu gewonnene Lead auch für weitere Informationen offen ist. Präsentieren Sie neben den im Punkt 2 genannten Angeboten auch eine direkte Kontaktmöglichkeit, damit ein Lead Ihnen möglicherweise brennende Fragen gleich konkret stellen kann. Weisen Sie darüber hinaus auch auf Ihre Social-Media-Präsenzen hin oder schlagen Sie ein Newsletter-Abonnement vor.

Die Thank-you-Page bietet Ihnen zusätzlich die Möglichkeit, Feedback zu sammeln. Wenn Sie mehr über die Meinungen, Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Leads erfahren möchten, könnten Sie dort z. B. die Einladung zur Teilnahme an einer Umfrage einbauen. Auch das ist eine fruchtbare Variante, die gemeinsame Interaktion zu stärken.

4. Entdeckungsreisen anstoßen

Ein übliches Vorgehen ist, auf einer Landing Page das Website-Menü auszublenden. Damit der Lead sich ganz auf das Ausfüllen des Formulars fokussieren kann und keine Menüpunkte im Augenwinkel zum Abwandern verlocken. Das Durchstreifen der Menüpunkte Ihrer Seitennavigation ist aber fern ab der Landing Page natürlich äußerst wünschenswert. Lassen Sie deshalb Ihren Lead auf der folgenden Thank-you-Page nicht in eine Sackgasse laufen. Fügen Sie das Seitenmenü auf dieser Seite wieder ein und laden Sie damit zu weiteren Entdeckungsreisen durch Ihren Webauftritt ein. 

5. ROI steigern

Auf der Thank-you-Page lediglich ein „Danke, dass Sie das Formular ausgefüllt haben!“ zu zeigen, liefert dem Lead keinen Mehrwert, kein weiterführendes Wissen. Und damit für Sie keine Möglichkeit für weitere Conversions. Natürlich ist diese Seite in erster Linie bzw. in den Augen des Interessenten eine Bestätigung, dass seine Formulardaten übermittelt wurden. Für Sie als Unternehmer aber ist die Thank-you-Page ein zusätzliches smartes Tool für bessere Leadgenerierung und ein wichtiger Meilenstein im Sales-Zyklus. Nutzen Sie daher auch diese Seite für die Platzierung eines weiteren Call-to-Action.

Ein letzter Tipp: Geraten Sie trotz all dieser schillernden Möglichkeiten, den größten Wert aus der Thank-you-Page zu ziehen, nicht in Überschwang! Überfordern Sie Ihre Leads nicht mit zu vielen Optionen und Entscheidungsmöglichkeiten auf dieser Page. Ansonsten: Denken Sie daran – ohne einen einzigen Call-to-Action gibt es auf Ihrer Thank-you-Page überhaupt keine Chance für eine Conversion und damit auch keinen weiteren ROI.

Was bleibt uns noch? Sie darauf hinzuweisen dass die Thank-You-Page auf keinen Fall unterschätzt werden sollte. Und? Dass Sie natürlich auch den anderen Seiten Ihres Webauftritts mit derselben Aufmerksamkeit begegnen sollten. Was Sie noch beachten sollten, wenn es um das Thema Website geht können Sie in unserem kostenlosen E-Book "Inboundy Websites" nachlesen.

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Kategorien: Leadgenerierung und -management- Website

Thomas Weigl

Thomas Weigl

Thomas Weigl ist Berater für Inbound Marketing bei TRIALTA, eine der ersten Inbound-Marketing-Agenturen in Deutschland.

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