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Business-Blogging: Wie Sie ein glaubwürdiger Experte werden

21.05.2015 09:55:00

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Mal angenommen, Sie sind gerade 16 Jahre alt geworden und stehen vor einer richtungsweisenden Entscheidung: Schmeißen Sie die Schule hin und trampen ans Nordkap oder beißen Sie sich durch die nächste Klasse und am besten noch bis zum Abi, um dann „was Vernünftiges“ zu machen. Wen halten Sie – mit Teenageraugen – für den besseren Ratgeber? Ihre Mutter oder Ihren besten Kumpel? Vermutlich letzteren. Denn der hat natürlich die meiste Empathie für Sie. Wenn auch vielleicht nicht den nötigen Weitblick …

Kommen Sie jetzt wieder zurück ins Heute und werden Sie sich bewusst, dass Sie als Business-Blogger am allerbesten gleich zwei Rollen einnehmen: nämlich die des Kumpels und der Mutter. Auch wenn uns das früher schwerfiel zuzugeben, aber unsere Mütter hatten doch öfters die klügste Antwort parat. Die wir natürlich nicht hören wollten, da viel zu erwachsen und bevormundend. Unsere gleichaltrigen Freunde hatten den viel besseren Stand. Weil wir unsere Lebensrealität mit ihnen teilten, trafen ihre Ratschläge genau unseren Gusto.

 

Jeans mit Bügelfalten

Um erfolgreich zu bloggen, schlüpfen Sie also in Mamas steife Bügelbluse und gleichzeitig in Franz’ ausgeleierte Baggy Pants. Zeigen Sie einerseits Verständnis für Ihre Leser, deren Situation und Bedürfnisse auf Augenhöhe. Und beweisen Sie gleichzeitig Weitblick, indem Sie erfrischende Lösungen für deren Probleme parat haben.

 

Internetuser klicken ganz schnell aufs rote Kreuzchen in der Ecke der Registerkarte, wenn Sie auf einem Blog nichts weiter finden als Ich-weiß-alles-besser-Ratschläge oder Ich-hab’-das-Spitzenprodukt-Werbung. Verpacken Sie mütterliche Tipps in Kumpel-Franz-Botschaften: Treffen Sie die Anliegen Ihrer Leser, produzieren Sie überraschende und erbauliche Informationen, aber wirken Sie dabei nicht belehrend. Wenn Sie eine kleine Gedächtnisstütze brauchen, wie das noch mal funktioniert, die Bedürfnisse der Leser ausfindig zu machen, lesen Sie diesen Blogartikel nach.

 

So krümelt der Keks

Jetzt noch mal die Mutterbrille: Natürlich sind Ihre hausgemachten Kekse – ganz objektiv – die allerdelikatesten. Aber Ihren Stolz über das feinsandige, schokoladige, unübertroffene Backwerk lassen Sie natürlich nicht heraushängen. Glaubwürdig werden Sie dadurch, dass Sie auch die Kekskreationen von Tante Lisbeth, von Nachbarin Jutta und von Konditor Börnemann kennen. Und diese auch mal loben. Vielleicht für deren lange Haltbarkeit, die süße Fruchtfüllung oder die gekonnte Verzierung. Und nun der Schwenk vom Backen zum Bloggen: Ihre Leser kennen die Konkurrenz sowieso, da können Sie sicher sein. Umso stärker treten Sie auf, wenn Sie nicht nur selbst ein Experte sind, sondern ebenso die Größe besitzen, darauf hinzuweisen, dass auch jemand anders mal einen Treffer landet. Teilen Sie Links zu Branchennews oder Social-Media-Beiträgen Ihrer Mitbewerber. Ihre Leser danken es Ihnen mit Vertrauen.

 

Fußballweisheiten

Von Kumpel Franz können wir folgenden wesentlichen Aspekt lernen: Wenn er den FC Bayern München doof findet, dann findet er ihn doof. Das weiß jeder und er scheut sich auch nicht, das zuzugeben, selbst wenn er gerade in einer Masse rot-weiß-beschalter Fans beim Public Viewing steht. Damit wollen wir Sie nun selbstverständlich nicht dazu ermuntern, andere Unternehmen und deren Produkte mit lauten Parolen zu denunzieren. Nein, was Franz uns lehrt, ist: Es ist gut, einen Standpunkt zu haben. Man wirkt umso verlässlicher, wenn man sich nicht wie ein Fähnchen im Wind von Trends in beliebige Richtungen pusten lässt. Beziehen Sie Stellung, schärfen Sie Ihr Profil, haben Sie eine Meinung, dann erkennen die Kunden Sie wieder.

 

Zwei Seelen in Ihrem Blog

Denken Sie fortan immer mal wieder an die zwei Rollen, die Sie auf der Blogging-Bühne spielen. Fragen Sie sich, was Ihre Leser wirklich wissen wollen, und verzieren Sie Ihre fachkundigen Botschaften mit bunten Schleifchen der Empathie. Gewähren Sie Ihren Lesern exklusive und leckere Einblicke in Ihre „Rezeptesammlung“. Halten Sie mit Ihrer Meinung nicht hinterm Berg. Präsentieren Sie sich auf Ihrem Blog als ein Unternehmen zum Anfassen. Denn das macht Inbound-Marketing aus. Und Blogging verhilft Ihrem Inbound-Marketing zu mehr Power.

9 Gründe, warum sich Bloggen lohnt

Ein Blog ist in der Content Vermarktung das zentrale Element!

 

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geschrieben von Adriano Tagliarina

Adriano Tagliarina ist Gründer und Geschäftsführer von TRIALTA, einer der ersten Inbound Agenturen in Deutschland.

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