So steigern Sie die Conversion-Rate Ihrer Landing-Pages

Adriano Tagliarina - Mittwoch, 2.12.2015
Geschätzte Lesezeit: 4 min

Standen Sie schon einmal vor einem Ausstellungsstück moderner Kunst und fragten sich: „Was hat sich der Künstler dabei gedacht?“ Der Gedanke liegt manchmal nahe, dass allein der Name des Menschen, der hier Farbkleckse und Schattierungen komponiert hat, über das Renommee der bunten Leinwand entschieden hat. Vielleicht steckt aber doch eine Menge Intention hinter dem Spiel aus Farbe und Form? Weiten Sie mit uns in diesem Blogpost die Frage auf Ihre Landing-Pages aus.

Was denken Sie sich beim Gestalten Ihrer Landing-Pages? Wie viel Intention steckt hinter Ihrer Auswahl von Elementen, Farben, Größen, Bildern und Buchstaben? Füllen Sie die Seite nur, damit sie nicht so leer aussieht?

Sie verstehen bei Landing Pages, CTA und Co. nur Bahnhof? Dann hilft Ihnen  unser kostenloser Inbound Marketing Glossar sicher weiter.

Lassen Sie uns in diesem Beitrag also ein wenig philosophieren ... über Kunst, Ansinnen und Ästhetik

9 Schritte auf dem Weg zur idealen Landing-Page

Obwohl, werden wir doch lieber gleich konkret, anstelle uns in Schöngeisttum zu versteigen, einverstanden? Ihr Unternehmen profitiert von guten Landing-Pages, die aus Traffic Leads machen. Höhere Conversion-Raten bedeuten mehr Kundschaft. Und mehr Kundschaft ist gleich mehr Umsatz. Ihre Landing-Page ist also ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Firmenerfolg. Wie aus Ihrer Landing-Page ein echtes und brauchbares Kunstwerk wird, haben wir für Sie in neun Punkten zusammengefasst.

1. Durchgängigkeit

Achten Sie penibel auf die Stimmigkeit der präsentierten Fakten. Behaupten Sie an anderer Stelle auf Ihrer Website, Ihren aktuellen Produktschlager bereits an 15.000 Unternehmen geliefert zu haben, auf Ihrer Landing-Page aber steht etwas von 7.500 Endnutzern, dann wirkt das nicht sehr glaubwürdig. Und ein potenzieller Lead ist „dank“ der Landing-Page schnell aus dem Rennen. Legen Sie also besondere Sorgfalt auf die Richtigkeit der Zahlen und Fakten auf Ihrer Landing-Page.

2. Stetigkeit

Erfreuen Sie den Leser immer mal wieder mit einer erfrischenden, kleinen Umdekoration Ihrer Landing-Page. Aber überfordern Sie ihn nicht mit einem ständig neuen Design. Möchten Sie größere Änderungen vornehmen, gehen Sie’s behutsam an und bauen Sie nicht radikal alles auf einen Rutsch um. Gönnen Sie Ihren Usern die Behaglichkeit des Wohlbekannten.

3. Veränderung in kleinen Schritten

Weil dieser Aspekt so wichtig ist, kriegt er gleich noch einen weiteren Punkt spendiert. Viele Unternehmen verlieren bei der Umgestaltung ihrer Landing-Pages den Kunden bzw. die User-Experience völlig aus dem Fokus. Wird auf einmal alles umgeworfen, ist der Leser möglicherweise irritiert bis abgeschreckt. Arbeiten Sie Veränderungen also stufenweise ein. Dann können Sie nämlich auch im Detail nachvollziehen, welche Änderungen einen Ab- oder Anstieg der Conversions provozieren – und die Seite dementsprechend anpassen.

Conversion Rate steigern

4. Fokus

Eine Landing-Page sollte eine, wirklich nur eine einzige Handlung des Anwenders anstoßen. Noch mehr Calls-to-Action auf einer Seite stiften eher Verwirrung. Zwingen Sie den Leser also nicht dazu, sich entscheiden zu müssen. Machen Sie deutlich, was der Interessent auf dieser Seite tun kann und sollte. Fassen Sie sich dabei möglichst kurz. Stellen Sie sicher, dass das, was Sie sagen, auch wirklich zu dem Produkt oder zu der Dienstleistung, die Sie verkaufen möchten, passt. Bauen Sie auf einer Landing-Page auch keine weiteren Links ein, über die Ihr Interessent wieder verschwinden könnte.

5. Formatierung

Spielen Sie mit der Platzierung der Elemente auf Ihrer Landing-Page (natürlich moderat, wie Sie aus den Punkten 2 und 3 wissen). Vergrößern Sie z. B. den Button, auf dem „Absenden“ steht, wenn Sie den Kunden vorher bitten, Kontaktdaten einzutragen. Verändern Sie seine Farbe und seine Position. Idealerweise hat er eine andere Farbe als die weiteren Elemente auf der Seite. Schon klitzekleine grafische Veränderungen können wiederum große Veränderungen im Klickverhalten bewirken. Vergessen Sie nicht, die Klickraten zu analysieren!

6. Dringlichkeit

Das Gefühl von Dringlichkeit und Knappheit zu erzeugen kann ein sanfter Anschub für den Leser sein, die gewünschte Handlung auf der Seite auszuführen. Phrasen wie „Nur begrenzt verfügbar“ oder "nur noch bis zum [Datum]" schüren eine solche Dringlichkeit. Ebenfalls könnten Sie Anreize zum Tippen und Klicken schaffen, indem Sie z. B. den ersten 100 neuen Abonnenten Ihres Newsletters den Gratis-Download eines E-Books zusagen.

7. Richtungsweisung

Landing-Pages werden nicht von links nach rechts wie ein Buch studiert. Deshalb können und sollten Sie dem Leser ein bisschen Nachhilfe beim Studieren Ihrer Seite geben. Pfeile, die auf die elementare Information deuten, wären eine umzusetzende Hilfestellung. Ein wenig subtiler würde es mit einer Fotografie, auf der die abgelichtete Person in Richtung des Buttons guckt, auf den der Leser klicken soll.

8. Glaubwürdigkeit

Kunden vertrauen anderen Kunden für gewöhnlich mehr als Ihnen als Unternehmer. Deshalb tun Sie gut daran, auch auf einer Landing-Page ein wertschätzendes Statement eines zufriedenen Kunden einzubauen. Integrieren Sie Sätze voller gehaltvoller und relevanter Aussagen – im Hinblick auf das Produkt oder die Dienstleistung, um die es gerade geht. Am glaubwürdigsten wird das Ganze natürlich mit einem kleinen Porträtfoto und einen Verweis auf eine umfassende Referenzgeschichte.

9. Relevanz

Dreht sich Ihre Landing-Page tatsächlich um das Thema, dessentwegen der Leser sich auf die Landing-Page hat führen lassen? Die Antwort muss unbedingt ein lautes Ja sein! Die Gestaltung der Seite, über die der User auf die Landing-Page gefunden hat, sollte übrigens ebenso stimmig sein wie das Thema.

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Kategorien: Leadgenerierung und -management- Website

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Adriano Tagliarina

Adriano Tagliarina ist Gründer und Geschäftsführer der TRIALTA, eine der ersten Inbound-Marketing-Agenturen in Deutschland.

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