Die 6 Ps eines erfolgreichen Website-Designs in der Industrie

Adriano Tagliarina - Freitag, 27.5.2016
Geschätzte Lesezeit: 4 min

Wir hoffen, Sie haben folgende Situation noch nie erlebt: Ein großer Relaunch sollte eine noch größere Wende bringen. Über Monate wurde von einer Agentur an der neuen Website getüftelt, ein vielstelliger Betrag für die Leistung der kreativen Köpfe strapazierte das Budget. Das Ergebnis sieht in puncto Design preisverdächtig aus. Viele vor Erwartung leuchtende Augen und die große Frage: Hat sich das Investment gelohnt? Nein, stellt sich nach einer Weile heraus. Nicht mehr Traffic, nicht mehr Leads, nicht mehr Kunden. Was ist hier falsch gelaufen?

Website Design in der Industrie

Wir hoffen also, dass Sie eine solche Situation noch nie erlebt haben. Damit Sie das auch in Zukunft nicht tun, sehen wir uns heute gemeinsam an, welche Faktoren zusammenspielen müssen, damit Ihr Website-Design in der Industrie an allen Fronten erfolgreich wird.

Was bedeutet eigentlich erfolgreich?

Erfolg beweist eine Unternehmenswebsite noch lange nicht, wenn sie allein mit ihrer Ästhetik punktet. Sondern dann, wenn sie Ergebnisse liefert. Gerade im produzierenden Gewerbe bzw. in der Industrie sollten es Ergebnisse in Form von qualifizierten Leads sein, die letztendlich zu wahren Verkaufsmöglichkeiten konvertiert werden können. Die erste Variante zieht nur Kosten nach sich, egal wie klein oder groß der Preis für die Gestaltung war. Letztere ist ein echtes ROI-Meisterstück. Eines, das kein Webdesigner einfach so aus dem Hut zaubert, denn Marketing in der Industrie ist besonders anspruchsvoll. Eine neu geschaffene oder neu gestaltete Website muss in Ihren Sales-Prozess passen. Zu häufig wird Designern keine Auskunft über solch elementaren Details gegeben. Wenn sie nicht von alleine nachhaken, kommt im Zweifelsfalle eine ästhetisch höchst ansprechende Oberfläche heraus – aber eben keine Website, die als mächtiges Tool des Inbound Marketing in der Industrie den Verkaufsprozess optimal unterstützt. Solange der entsprechende Website-Designer kein ausreichendes Verständnis für komplexe, industrielle Geschäftscharakteristika wie lange Verkaufszyklen entwickeln kann, solange kann er auch kein wirklich effizientes Ergebnis beim Website-Design erzielen.

Die 6 Ps des erfolgreichen Website-Designs im industriellen Umfeld

Sechs Schlagworte sollen Ihnen den Weg zu einem erfolgreichen, effizienten Website-Design in der Industrie weisen:

Price

Ein Website-Design-Vorhaben ist nichts, was über Nacht beschlossen, und auch nichts, was über ein Wochenende realisiert wird. Lassen Sie sich deshalb Zeit für die Budgetplanung. Konsultieren Sie mindestens zwei Hände voll Websites von Webentwicklern und Designagenturen. Holen Sie die verschiedensten Angebote ein, damit Sie ein Gespür dafür bekommen, in welcher Euro-Bandbreite Sie sich bewegen müssen. Schultern Sie als Verantwortlicher diese Aufgabe selbst und wälzen Sie sie nicht auf Ihre Sekretärin ab. Sie wissen am besten, was Sie wollen, und haben deshalb auch das beste Gespür für die Passgenauigkeit der angebotenen Dienstleistungen bzw. können Ihre Ansprüche in aller Tiefe vermitteln.

Process

Damit am Ende eine gelungene und erfolgreiche Website online gehen kann, ist viel Kommunikation vonnöten. Gerade zu Beginn sollten Sie sich auf ausführliche Fragerunden einstellen – das ist ein gutes Zeichen. Je mehr Sie mit Fragen bombardiert werden, desto intensiver lernt der Designer Sie und Ihre Ansprüche kennen. Je mehr Informationen er von Ihnen bekommt, desto passgenauer wird das Ergebnis sein. Eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnen zu lassen ist dabei ein unverzichtbarer Schritt! Stellen Sie sich vor, Sie gehen zum Arzt, verraten keins Ihrer Symptome und erwarten dann, dass er sie auf der Stelle kuriert. Klappt mit Sicherheit nicht. Sagen Sie dem Designer Ihrer Wahl deutlich und verständlich, was Sie sich vorstellen, und treffen Sie keine schwammigen Aussagen wie: „Na, wenn ich den Entwurf sehe, dann weiß ich schon, ob’s passt oder nicht.“

Wir empfehlen Ihnen außerdem, die Suche nach einem Kreativpartner nicht per öffentlicher Ausschreibung anzustoßen. Denn das hat zwei entscheidende Nachteile: Die Bewerber aka Agenturen passen sich in ihren Angeboten und Ideen exakt Ihren Vorgaben an. Deren Kreativität und unkonventionellem Denken ist damit schon ein Zensurbalken vorgeschoben. Und am Ende dient Ihnen als Unterscheidungskriterium nur der Preis.

People

Ohne Klischees bedienen zu wollen, sind wir doch der Meinung, dass Vorgesetzte und CEOs gerne ihre Meinung kundtun. Holen Sie diese am besten nur für den finalen Review der Website ein. Sonst kann es sein, dass es überhaupt nie eine neue Website geben wird, weil Sie in endlosen Feedbackrunden feststecken. Natürlich wird die Website trotzdem nicht nur „auf Ihrem Mist wachsen“. Denn im Vorfeld haben Sie sehr wohl mit sehr vielen Menschen gesprochen, um die Ansprüche an die neue Seite definieren zu können. Z. B. mit dem Sales Team, das am besten über die Bedürfnisse und Belange der Kunden Bescheid weiß.

Purpose

Sich intensiv mit der Zielgruppe der Website und Vertretern Ihres Unternehmens, die die Zielgruppe genau kennen, auseinandergesetzt zu haben ist unabdingbar, um ein klares Ziel zu definieren, das mit der Website erreicht werden soll. Die Verkaufszahlen steigern zu wollen steht zwar vermutlich an vorderster Stelle sämtlicher Marketingaktivitäten, ist aber als einzige Perspektive im Rahmen des Redesigns zu dünn. Verwenden Sie genügend Zeit darauf, Ihren Sales-Prozess auf sämtlichen Stufen zu begreifen. Was braucht welcher Kunde auf welcher Stufe in diesem Prozess? Über die Beantwortung dieser Fragen nähern Sie sich Schritt für Schritt dem optimalen Konzept Ihrer Website.

Promotion

Vermutlich ausnahmslos jede Webdesign-Agentur hat sich inzwischen SEO auf die Fahnen geschrieben. Und ist darin auch gut. Die Frage bleibt, ob sie für Ihre spezifisch geforderten Keywords gut ist. Diese müssen Sie liefern bzw. in Zusammenarbeit entwickeln. Welche Schlagworte und Phrasen nutzen Ihre Kunden? Wonach suchen potenzielle Interessenten? Auch hier kann Ihr Verkaufsteam exzellenten Input liefern. Sehen Sie zu, dass genau die zu Ihrem Angebot, Ihrer Branche und Nische passenden Keywords und Phrasen in die optimierte Website eingebaut werden. Und das elegant, nicht gestelzt! Ihre Website wird zuallererst für Leser konzipiert, an zweiter Stelle dann für Suchmaschinen.

Performance

Gehen wir davon aus, dass Ihre neue Website nun live ist. Bleiben Sie gespannt wie ein Kind vor dem Adventskalender und checken Sie, ob das Redesign funktioniert oder nicht. Holen Sie sich gegebenenfalls Hilfe von Profis, um Analysen und Berichte der Seite zu interpretieren. Mindestens ein monatlicher Bericht sollte nicht nur die Traffic-Daten und Conversion-Zahlen darstellen, sondern auch Trends und Abweichungen aufzeigen, sodass Sie nötigenfalls sofort gegensteuern können. Dieses Gegensteuern kann nur dann effizient erfolgen, wenn Sie Ihre Entscheidungen aufgrund von handfesten Fakten getroffen haben.

Nun kennen Sie die sechs Ps der Website-Optimierung in der Industrie. Ist ein Aspekt dabei, der Sie aus den Schuhen kippen lässt? Der Ihnen völlig neu war? Der Ihre Sicht auf Website-Design völlig verändert? Sie möchten mehr über das Thema erfahren? Dann nutzen Sie die Gelegenheit und holen Sie sich unser kostenloses E-Book "Inboundy Websites - mit dem Growth-Driven-Design-Prozess". Einfach auf den nachfolgenden Link klicken und mehr erfahren.

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Kategorien: Website

Adriano Tagliarina

Adriano Tagliarina

Adriano Tagliarina ist Gründer und Geschäftsführer der TRIALTA, eine der ersten Inbound-Marketing-Agenturen in Deutschland.

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